Sonntag, 19. Juli 2015

Urlaub auf dem Maratua-Atoll - 1. Anreise

4.+5. Juli - Start in den Urlaub

Am Flughafen von Jakarta. Dieses Mal haben wir nicht nur zwei, sondern vier wilde Kerle im Urlaubsgepäck: Max, Jasper, Robin und Ari.  Beste Voraussetzungen für einen Abenteuerurlaub.

Erste Etappe: Der Flug von Jakarta nach Balikpapan auf Kalimantan (= Borneo)

Unsere Jungs steuern (wie immer) das Flugzeug per Fernbedienung.

Zweite Etappe: Flug von Balikpapan nach Berau, ganz im Norden der Ostküste von Kalimantan (fast schon Malaysia). Hierfür nehmen wir einen Flieger in Privatjet-Größe.

Dritte Etappe (5. Juli): nach einer Übernachtung in Berau reisen wir per PKW in das abgelegene Hafenörtchen Tanjung Batu (2 Stunden Fahrt durch großflächig abgeholztes Regenwaldgebiet)

Am Hafen angekommen empfängt uns stürmisches Wetter. Der Himmel ist zwar blau, aber es bläst ganz schön und das Meer schwappt gewaltig.

Der Kapitän unseres Bootes (ein ziemlich kleiner Kahn) möchte warten bis der Wind abflaut. Damit haben wir einige Zeit am Bootsanleger und Ungewissheit, ob wir an dem Tag überhaupt noch loskommen (und wo wir schlafen, falls nicht)

Aber dann bläst der Kapitän doch zur Abfahrt - und wir starten in die stürmische See.


Wir werden nicht nur durchgeschüttelt und durchgeblasen, sondern von der Gischt auch ganz schön gegossen (zumindest auf der windzugekehrten Seite des Bootes)

Das Maratua-Atoll. Die Insel Maratua formt ein U - vorgelagert liegen einige kleinere Inselchen.

Endlich Land in Sicht!

Nadine ist durch die Bootsfahrt zunächst noch etwas grünlich geschwächt.

Die finale Etappe legen wir per Truck zurück.


Dann kommen wir endlich beim Maratua Guesthouse an. Die Hütten sind klein und einfach und liegen 100 m entfernt vom Ufer im Dschungel...

...direkt an einem Salzwassersee.

Vorne am Ufer schwappt die See noch gewaltig. Und bei Hochwasser ist der Strand fast vollständig überflutet.

Erst am späten Nachmittag geht das Wasser zurück und beruhigt sich etwas.

Urlaub auf dem Maratua-Atoll - 2. Maratua

Auf Maratua

Wenn das Meer sich bei Ebbe zurückzieht haben wir direkt bei unserer Unterkunft einen schönen Strand.

Jede Menge Platz zum Burgen bauen - außer uns ist fast niemand da.


Und es ist auch ein schöner Strand für einen Strandspaziergang...

...bei dem es in den Korallenfelsen viel zu entdecken gibt.

Dem Strand vorgelagert ist ein etwa 200 m breites Riffdach, das je nach Tide wenige Zentimeter bis 2 m tief ist. Darauf folgt ein ziemlich steil abfallender Riffhang, an dem wir viel schnorcheln. Die Sicht ist wegen der aufgewühlten See nicht grandios, aber es gibt massenhaft große See-Schildkröten (teilweise bis zu 1,5 m lang). Während eines Schnorchelgangs sehen wir über 30 Schildkröten. Meistens stören sie sich nicht großartig an uns und schwimmen nur gemächlich davon. Robin schafft es mehrfach, Schildkröten am Panzer zu berühren.

Robin und Max an unserem "Stammtisch" im Restaurant des Maratua Guesthouse.


Abendliches Kartenspiel.

...und Schach-Großmeisterschaften.

...und natürlich abendliches Schwimmen im flachen Wasser.

...das früher oder später regelmäßig zur Schlammschlacht ausartet.


...beobachtet von den Müttern auf dem sicheren, weil erhabenen, Steg.

Der Maddox-Clan beim Abendessen.

Eine Wanderung entlang der Küste führt uns bald in recht unwegsames Uferwaldgebiet. Aber das kann uns natürlich nicht bremsen.


Pause nach erfolgreicher Rückkehr in die Zivilisation.

...und abendliches Mutter-Kind-Foto (Iir, Jasper, Nadine, Ari).

Urlaub auf dem Maratua-Atoll - 3. Landgetier

Nicht nur im Wasser, auch an Land treffen wir zahlreiches interessantes Getier an. Hier einige Beispiele.


Unser Hüttchen wird (außer von uns) auch von einer gewaltigen Gottesanbeterin bewohnt


Abends besuchen auch immer kleine Fledermäuse das Restaurant. Sie sind recht flachnasig, was sie nicht gerade zu Schönheiten macht.

Auf der Insel Nabucco gibt es einen ganzen Baum voll Flughunde ("fruit bats") mit einer Flügelspannweiite bis 50 cm die jede Menge Krach machen.

Auf Nabucco gibt es auch (mindestens) eine große Echse ("Monitor Lizard"), die heimlich durchs Gebüsch streift.

Sie ist insgesamt fast zwei Meter lang...

...und erinnert schon ein bisschen an die Komodo-Warane

Robin und Max haben einen Tausenfüßler am Strand gefunden.

Eine gut 10 cm lange Käferschnecke sitzt auf dem bei Hochwasser überfluteten Korallenfelsen.

Und am Strand gibt es tausende bunte Krebse.


Urlaub auf dem Maratua-Atoll - 4. Nabucco

Die Insel "Nabucco"

Von unserem Maratua Guesthouse aus machen wir uns fast täglich auf den Weg zur nahegelegenen Insel "Nabucco". Das Boot der lokalen Mitarbeiter des Nabucco Resorts startet immer schon morgens um 7:30 Uhr. Dorthin fahren wir regelmäßig mit bewährtem Klein-LKW und müssen dann über einen sehr wackeligen Steg zum "Staff Boat" klettern. Hier sieht der Steg recht zuverlässig aus, aber weiter hinten hat er viele fehlende und noch mehr sehr fadenscheinige Planken, so dass der Weg jeden Morgen und Abend spannend ist.

Das Boot ist (mit lautem Geknatter) gestartet.



Erster Zwischenstopp ist ein kleines Küstendorf, bei dem weitere Nabucco-Mitarbeiter zuspringen.

Dann kommt die Insel Nabucco in Sicht.



Auf der winzigen Insel verteilt sind unter Palmen versteckt mehrere ziemlich luxuriöse Hütten versteckt.

Wir starten jeden Morgen mit einem schicken Frühstück.

Milkshake durch Zahnlücke.


Fast alle Beteiligten können ihre Zahnlücken zum Milkshake-Trinken nutzen.

Dann gehen wir zum Strand. Wir haben die Insel fast für uns alleine. Es sind nur vereinzelt andere Gäste da - und die sind tagsüber meistens auf Tauchausflügen.

So gibt es auch auf der kleinen Insel massenhaft Platz zum Forschen und Sandeln.

Die tollen Mangroven sind ein hervorragender Spielplatz für unsere Jungs in denen es viel zu entdecken gibt.




...so dass die Mütter entspannt am Strand sitzen können.


Bei Ebbe erstreckt sich um die Insel herum eine riesige Korallen/Sand-Fläche auf der allerhand Entdeckenswertes kreucht und fleucht. 



Krebse werden zu hunderten erjagt und in Sandburgen eingesperrt.


...nur vereinzelt wehren sie sich durch Zangenkniff.

Ari angelt mit einer Schere eines toten Krebses als Köder. Und tatsächlich beisst ein großer Krebs an, der versteckt in einem Wasserloch sitzt.

Das sorgt für eine Menge Aufregung - und Ari ist nicht ganz glücklich mit der Situation.


Im Restaurant werden dann beim Mittagessen die diversen Strandfunde bestimmt.

Nicht weit entfernt von Nabucco befinden sich einige weitere kleine Koralleninseln, die bei Niedrigwasser nur durch einen schmalen Kanal von Nabucco getrennt sind, der leicht überschwommen werden kann.


Das stellt für uns kein ernsthaftes Hindernis dar und so machen wir uns auf zur Expedition (im Hintergrund die zurückgelassene Nabucco-Insel).

Ganz ungefährlich ist das allerdings nicht, denn im Korallensand tummelt sich so manches bissiges und giftiges Getier (hier eine Muräne, es schwimmen aber auch immer wieder Stachelrochen davon). Aber wir sind vorsichtig.


Palmenstrand auf der Nachbarinsel



Zurück am Nabucco Resort.

Abenteuer machen Jasper müde.

Abends machen wir uns immer wieder auf den Rückweg nach Maratua.


Nabucco in der Abendsonne.


Das laute Knattern des Bootsmotors wirkt auf Ari jedes Mal einschläfernd.


Zurück am "Hafen" von Maratua.